Geschichte der Pfadi

bild_bipiGründung der Pfadibewegung
1907 führte Bi-Pi auf der Insel Bronsea an der Südküste Englands mit 26 Knaben aus verschiedenen Bevölkerungskreisen das erste Lager durch - es war das erste Sommerlager. Dieses Erlebnis, der Erfolg seines Buches "Pfadfinder" und die vielen neu entstandenen Pfadfindergruppen veranlassten Bi-Pi, den Schritt in seine zweite Lebensaufgabe zu machen. Er selbst sagte: "Am Schluss meiner militärischen Laufbahn machte ich mich daran, die Kriegskunst, welche die Männer lehrt, zu gewinnen, umzuwandeln, in die Kunst, junge Menschen zu lehren, den Frieden zu gewinnen. Pfadfindertum hat nichts gemein mit militärischen Grundsätzen".

 

Weitere Entwicklung der Pfadibewegung
Bald entstanden auf der ganzen Welt Pfadigruppen. Bis zu seinem Tod 1941 unternahm Bi-Pi mit seiner Frau zahlreiche Reisen, um die Pfadibewegung in allen Erdteilen zu fördern, das gegenseitige Verständnis unter den Nationen, Kulturen und Religionen zu wecken und die Freundschaft und Solidarität zu pflegen. Lady Baden-Powell hielt die Verbindung zu den Pfadi auf der ganzen Welt bis zu ihrem Tod 1978 aufrecht.

 

2007: 100 Jahre Pfadi
100 Jahre später sind die Ideen von Lord Robert Baden Powell (kurz Bi-Pi) und seiner Frau Olave Baden Powell über die ganze Welt verstreut und über 40 Millionen Pfadi weltweit engagieren sich für die Gesellschaft, darunter rund 45'000 Mitglieder der Pfadibewegung Schweiz. Damit ist die Pfadi nicht nur die grösste Jugendbewegung der Welt und der Schweiz, sie engagiert sich auch immer stärker für den Frieden.

Ganz nach dem Motto von Pfadigründer Lord Robert Baden-Powell, der bei seinem Tode 1941 in Kenia den Pfadfindern in der ganzen Welt den bis heute wohl wichtigsten Grundsatz hinterliess: „Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt.“

In der Schweiz wurde das Jahr mit vielerlei verschiedenen Projekten und Anlässen gefeiert: u.a. dem Scouting Sunrise in Kandersteg, der Lancierung einer Briefmarke und des Pfadibrot-Projekts.

 

Falkenstein
In der Schweiz wurden bereits 1910 die ersten Pfadergruppen, ein Jahr später die ersten Pfadfinderinnen aktiv. 1949 eröffnete die Pfadfinderabteilung Bubenberg in Köniz einen Pfaderstamm und eine Wolfsmeute; neun Jahre später gründete die Pfadfinderinnenabteilung Bern den Köniztrupp. Daraus entwickelten sich die Pfadfinderabteilung Falkenstein (1961) und die Pfadfinderinnenabteilung Köniz (1977), welche 1982 zur Pfadiabteilung Falkenstein fusionierten.
Die Pfadi Falkenstein ist stolz darauf, sagen zu dürfen, dass es die Pfadi Falkenstein Köniz trotz ständigem Auf und Ab meist verstanden hat, sich den veränderten Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen anzupassen, ohne dabei wichtige Grundsätze und Zielsetzungen über Bord zu werfen.

«OFFENE SINNE» lautete im Jubiläumsjahr 1999 («50 Jahre Falkenstein») das Motto. Das damit verbundene Verständnis für Natur, Umwelt und Mitmenschen soll auch nach dem Jubiläum gelebt werden. Pfadi-Idee, Pfadi-Methode und Pfadi-Programm sind heute noch lebendig, schöpferisch und kreativ, offen und ehrlich, sportlich und geniesserisch, kameradschaftlich und fröhlich, tolerant und solidarisch, kinder- und jugendgerecht, kurz gesagt einfach vielseitig.

«Pfadi» kann man fast nicht beschreiben, «Pfadi» wird gelebt und entwickelt - mit offenen Sinnen!